Über uns
Unsere Projekte, unsere Geschichte, unser Team — alles über den Heimatverein Vlotho.
Projekte & Aktivitäten
Als gemeinnütziger Verein engagieren wir uns ehrenamtlich für die Pflege von Geschichte und Kultur in Vlotho.
Bereitstellung eines Stadtmuseums
Im Herzen der Kulturfabrik Vlotho betreibt der Heimatverein auf 500 Quadratmetern das Heimatmuseum. Hier bewahren und präsentieren wir Exponate, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen.
Von historischen Handwerkstechniken wie Zigarrenrollen und Korbflechten bis hin zu Alltagsgegenständen vergangener Generationen — das Museum macht die Geschichte Vlothos für Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen erlebbar.
Der Eintritt ist stets frei. Ehrenamtliche Mitglieder betreuen das Museum und stehen für Führungen und Fragen zur Verfügung.
Veranstaltung von Reisen
Der Heimatverein Vlotho organisiert regelmäßig Ausflüge, Wanderungen und mehrtägige Bustouren zu Zielen in der Region und darüber hinaus.
Ob Tagesfahrten zu Museen und historischen Stätten oder mehrtägige Reisen — unsere Touren verbinden Geselligkeit mit dem Kennenlernen neuer Orte und Kulturen. Impressionen früherer Fahrten finden Sie in unseren Einblicken.
Forschung & Publikationen
Das historische Gedächtnis einer Stadt lebt durch die Menschen, die es pflegen. Der Heimatverein Vlotho erforscht die Stadtgeschichte und macht sie der Öffentlichkeit zugänglich.
Unsere Aktivitäten umfassen stadtgeschichtliche Vorträge und Diavorführungen, schriftliche Publikationen zur Vlothoer Geschichte sowie Exkursionen und Studienreisen zu historisch bedeutsamen Orten der Region.
Dabei arbeiten wir eng mit dem Kreisheimatverein Herford, der Kulturfabrik Vlotho und anderen lokalen Partnern zusammen.
Geschichte des Vereins
Über 140 Jahre Einsatz für Vlotho — eine Chronik des Engagements.
Der Vlothoer Verschönerungsverein wird gegründet. Die Mitglieder verschönern das Stadtbild, beschaffen Bänke für die Öffentlichkeit und legen die ersten Wanderwege rund um Vlotho an.
Der Verein engagiert sich für die Bekanntmachung Vlothos als Ausflugsziel und Kurort. Stadtansichten und Werbematerialien entstehen, das Wanderwegenetz wird ausgebaut.
Nach dem Zweiten Weltkrieg reorganisiert sich der Verein unter dem Namen Heimatverein der Stadt Vlotho. Unter der Führung von Dr. Karl Großmann entsteht ein neues bürgerschaftliches Engagement für Geschichte und Kultur.
Heute zählt der Heimatverein Vlotho e.V. zahlreiche engagierte Mitglieder. Das Heimatmuseum in der Kulturfabrik, gemeinsame Reisen und Wanderungen sowie Vorträge zur Stadtgeschichte prägen das Vereinsleben.
„Heimatpflege bedeutet nicht das Einfrieren der Vergangenheit, sondern das Bewusstsein für das, was uns verbindet — über Generationen hinweg."
Leitgedanke des VereinsStadtgeschichte & Forschung
Historische Themen, die der Heimatverein erforscht und für die Öffentlichkeit dokumentiert hat.
Recherchiert und verfasst von Inge Wienecke, herausgegeben vom Heimatverein Vlotho 2013. Die ausführliche Broschüre mit Fotos, Karten und Skizzen ist im örtlichen Buchhandel erhältlich.
1400–1500
Ein Eisenhammer mit der Wasserkraft des Forellenbaches wurde am Bonneberg betrieben.
1571–1600
Nevelin Möllenbeck, Konrektor in Lemgo, erbaute die Papiermühle Vlotho–Bonneberg. Die Urkunde vom 6.2.1571 über die Erbpacht mit Herzog Wilhelm von Jülich, Kleve und Ravensberg befindet sich als Abschrift in den Räumen des Bürogebäudes der heutigen Firma Lohmeier. Die Papiermühle verarbeitete Leinenlumpen, die von ca. 30 Lumpensammlern angeliefert wurden. Diese Lumpen wurden eingeweicht und mit Hämmern zu dem „Zeug" (Lumpenbrei) verarbeitet. Hochwertiges Papier erhielt Wasserzeichen.
1600–1765: Familie Schmid
Curt Schmid (1600–1640, WZ: CS) · Hermann Schmid (1640–1679, WZ: HS) · Paul Schmid aus Berlebeck (1679–1693) · Jobst Henrich Schmid (1693–1729) · Johann Christoph Roemer (1729–1733) · Johann Ludolf Schmid (1733–1744 und 1750–1765) · Jobst Henrich Mundt (1744–1750)
Eintragungen im Kirchenbuch belegen, dass die Papiermühlen-Inhaber zu den Honoratioren der Stadt gezählt wurden. Die Arbeitskräfte erhielten nur einen geringen Lohn und mussten bis zum Ende des 19. Jahrhunderts 12 Stunden täglich arbeiten.
1765–1800: Familie Mühlenfeld
Bürgermeister Johann Hinrich Mühlenfeld kaufte und renovierte die Mühle (1. Holländer). Die Inschrift, die er anbringen ließ, ist heute noch am gelben Torbogen des Steinhauses hinter dem Fachwerkhaus der Fa. Lohmeier zu lesen: „Gott der Herr ist Sonne und Schild. Johann Hinrich Mühlenfeldt / Christina Magdalena Steinbömers baueten diese Mühle anno 1765." Nachfolger wurden Otto Friedrich und Johann Gottlieb Mühlenfeld.
1800–1902: Familien Hanweg und Weitenauer
8.2.1800: Paul Hanweg kaufte die Papiermühle für 7.800 Taler und baute ein neues Wohnhaus (das noch heute erhaltene Fachwerkhaus). 1813 Neubau einer Kornmahlmühle. Ab 1866 schaffte Wilhelm Heinrich Weitenauer 1870 die erste Papiermaschine an, ab 1879 durch eine Dampfmaschine angetrieben. 1899 ließ er die alte Papiermühle abbrechen und eine Papierfabrik bauen, die 1902 in Konkurs ging.
1902–1938: Wechselnde Besitzer bis zur Arisierung
Nach einer Zwangsversteigerung 1902 wechselte die Fabrik mehrfach den Besitzer. Am 20.6.1906 kauften die Gebrüder Mosheim für 50.000 Mark die Ruinen der nach einem Brand vernichteten Fabrik und bauten sie vergrößert wieder auf. Die Firma Mosheim verwendete überwiegend Altpapier zur Papierherstellung.
Unter dem NS-Regime wurde der Besitz der jüdischen Familie am 9. Oktober 1938 arisiert, d.h. er musste unter Wert verkauft werden. Der letzte Besitzer Moses Mosheim (geb. 1861) starb am 25. Januar 1943 im KZ Theresienstadt.
1938–1967: Unionwerk von Deylen
Theodor von Deylen aus Visselhövede erwarb die Fabrik und führte sie unter dem Namen „Unionwerk Gesellschaft von Deylen". Theodor (geb. 1870, gest. 1962) und sein Sohn Kurt von Deylen (geb. 1912, gest. 1983) vergrößerten und modernisierten das Werk erheblich. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Erben der Mosheims in einem Vergleich mit 600.000 DM abgefunden. Am 16.2.1967 ging die Papierfabrik von Deylen in Konkurs.
Nach 1967
Nach einem längeren Leerstand waren zeitweise die Firmen Stübbe, Germania und Arnold in den Gebäuden untergebracht. Seit dem 19. November 1985 baut die Firma Fritz Lohmeier an diesem Ort Schaltschrank-Systeme.
Zwischen diesem Fährbock und dem Gegenstück auf der anderen Seite der Weser in Uffeln war ein Stahlseil gespannt, an dem die Fähre zwischen beiden Ufern hin und her fuhr.
Seit dem Mittelalter stand Fuhrwerken und Personen, die auf den hier verlaufenden Handelswegen unterwegs waren, diese Möglichkeit zur Verfügung.
Durch den Bau der Weserbrücke 1928 verlor die Fähre ihre Bedeutung, der Betrieb wurde 1937 eingestellt.
Nach der Zerstörung der Weserbrücke 1945 wurde der Fährbetrieb bis 1951 kurzzeitig wieder aufgenommen.
Vorstand & Ehrenamt
Der Heimatverein Vlotho lebt vom ehrenamtlichen Einsatz seiner Mitglieder.
Geschäftsführender Vorstand
Ehrenamtliche Museumsbetreuer
Das Heimatmuseum wird mit großem Einsatz von ehrenamtlichen Mitgliedern betreut. Besonderer Dank gilt den ehrenamtlichen Mitgliedern, die einen Großteil ihrer Zeit der Pflege und Erweiterung der Ausstellung widmen.
Nachrufe
Der Heimatverein Vlotho gedenkt seiner verstorbenen Mitglieder, die sich um den Verein und die Geschichte Vlothos besonders verdient gemacht haben.
Renate Holz
Der Heimatverein Vlotho trauert um Oberstudienrätin a.D. Renate Holz.
Frau Holz war ein langjähriges und geschätztes Mitglied des Heimatvereins Vlotho. Sie wird uns als Aufsichtsperson für die Besuchsklassen, Spenderin unzähliger Bücher und begeisterte Erzählerin stets in guter Erinnerung bleiben.
Unser Mitgefühl gilt ihren Angehörigen.
Heimatverein Vlotho e.V.
Inge Wienecke
Der Heimatverein Vlotho trauert um Inge Wienecke.
Inge war ein langjähriges und hochgeschätztes Mitglied im Vorstand des Heimatvereins Vlotho. Sie wird uns als unsere Schriftführerin, Organisatorin und Autorin von heimatgeschichtlichen Publikationen in liebevoller Erinnerung bleiben.
Wir werden ihr Andenken stets in Ehren halten. Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie.
Heimatverein Vlotho e.V.
Klaus Witte
Der Heimatverein Vlotho trauert um Klaus Witte.
Klaus war fast 30 Jahre Mitglied im Heimatverein Vlotho. Er zeichnete sich stets durch seine Tatkraft und Zuverlässigkeit aus. Über Jahrzehnte setzte sich Klaus für die Instandhaltung und Pflege der heimischen Wanderwege, die Müllsammlungen im Stadtgebiet und Arbeiten im Hafen, wie die Wiedererrichtung des Fährbockes, ein.
Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.
Heimatverein Vlotho e.V.
Willi Schmidt
Der Heimatverein Vlotho trauert um Willi Schmidt.
Über 40 Jahre lang war er als Wanderwart in Vlotho tätig und setzte sich als Beisitzer, als stellvertretender Kassenwart und durch Führungen in der „Heimatstube" für die Bewahrung der Regionalgeschichte ein.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Heimatverein Vlotho e.V.
Partnerlinks
Befreundete Vereine, Museen und Institutionen aus Vlotho und der Region.